Unser Strandausflug hat uns beide wirklich ganz schön müde gemacht. Wir haben die ganze Nacht geratzt und als Herrchen und Frauchen am Morgen aufgestanden und zum Früstück gegangen sind, sind wir ins warme Menschenbett geschlüpft. Das machen wir eigentlich immer ganz gerne, weil das Menschenbett soooo riesig ist, dass man sich als Teddybär fast darin verlaufen könnte. Miky ist sofort wieder eingeduselt, aber ich bin wach geblieben…

… und das war mein Glück, denn so habe ich mitbekommen, dass Herrchen mit ein paar Leuten zum Goethe borgen fahren wollte. Ohne mich!!! “Unglaublich,” habe ich mir gedacht, habe mir den Anorak geschnappt und bin ganz schnell zum Auto getapst. Als Herrchen eingestiegen ist, bin ich auch hineingewitscht und habe mir einen gemütlichen Platz auf dem Rücksitz gesucht.
Wie das mit dem “Goethe borgen” funktionieren soll, war mir allerdings nicht so ganz klar. Denn erstens ist der Goethe ja schon lange tot ist und selbst wenn er noch leben würde, was will ich mit einem 200 Jahre alten Schreiberling. Ich schreibsele ja selber, dazu brauche ich keinen Goethe.

Aber es war dann am Ende doch wie so oft: Ich hab mit meinen Teddylauschern mal wieder was falsch verstanden. Göteborg ist eine große Stadt in Schweden und hat gar nix mit dem ollen Superdichter zu tun. Und ich hab schon wieder gedacht….
Vielleicht sollte ich das mit dem Denken ja mal sein lassen. Manche Menschen fahren damit ja auch ganz gut. *g*
Na jedenfalls sind Herrchen und seine Mitfahrer in Göteborg zum Einkaufen gegangen. Geparkt haben sie neben einem schönen alten Haus, vor dem mehrere Bronxefiguren rumstanden. Eine der Bronxefiguren hatte eine große Kiste in der Hand und weil ich ja gaaar nicht neugierig bin, musste ich da gleich mal reingucken. Und als ich endlich über den Rand der Kiste gelugt habe, war mir auch klar, was da für ein seltsamer Geruch in der Luft hing und was die Aufschrift “Feskekorka” an dem alten Haus bedeutete *brrrrr*

Na wenigstens hatte man von da oben einen schönen Ausblick, während Herrchen beim Schoppen war. Auf dem Fluss vor mir sind immer mal wieder Bötchen vorbeigeschippert, der Wind hat immer wieder die Fischgestankwolken verblasen und die Sonne hat die Teddynase gewärmt. Sehr erholsam.
Als wir wieder zu Hause waren, war Miky dann auch inzwischen wach und er hatte was Tolles aufgetrieben: Kirschsaftschokolade. Das waren kleine Hütchen aus Schokolade in der eine Kirsche und ein dicker Tropfen Kirschsaft drin ist. “Mongschehrie” heißt die Schokolade und die ist sehr lecker.

Miky und ich haben es uns also vor dem Fernseher gemütlich gemacht und Kirschschokolade genascht. Ich weiß nicht, ob es an der Komödie im Fernsehen oder an der Schoki lag, aber wir zwei wurden auch immer lustiger. Miky hat auf einmal ganz komische Balohnse-Spiele mit der Schokolade gemacht und die Schokirschen auf seiner Nase gestapelt. Dann hat er niesen müssen und *pardauz* sind ihm die Stücke aufs Gesicht gepurzelt. Und dann war alles noch lustiger.

Wer nicht so lustig war, war Frauchen, denn eigentlich war das ihre Kirschschokolade, die Miky da gemopst hatte. Und wenn es um Schoki geht, ist mit Frauchen nicht gut Kirschen essen. Vor allem nicht, wenn es um “Mongschehrie” handelt. Mikys Ohren bei der Gardinenpredigt waren fast so rot, wie die Kirschen.
Ein paar Tage später ging es dann weiter nach Kopenhagen gefahren, und was wir dort erlebt haben, war wirklich olympisch.
Bis bald
Euer Spiky 





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