Hallohoo,
da bin ich wieder – Halbzeit bei meiner London-Serie. Als wir mit der Besichtigung des alten Kriegsschiffs fertig waren, sind wir zum Shoppen gefahren. In einem echten Londoner Taxi! So ein altes, großes, schwarzes Auto in das Frauchen aufrecht stehend einsteigen kann *gg*.
Bevor es aber zum Einkaufen gehen kann, braucht auch ein Teddybär erst einmal Moneten. Pfundweise Pfunde sozusagen. Und die habe ich mir an einem Geldautomaten geholt – meine englischen Freunde werden mir die Bank sicher verzeihen.

Mit dem Einkaufen begonnen haben wir am Piccadilly Circus. Ich habe zwar keine Artisten und außer ein paar Hunden auch keine Tiere gesehen, aber das Ding heißt wirklich Zirkus. Es war zwar ein Betrieb wie bei einer Zirkusvorführung, aber das war es auch schon.

Gleich neben dem Zirkus ist ein riesengroßer Laden – irgendwie ist in London alles riesengroß – in dem es nur London- und England-Souvenirs gibt. Ich habe es mir auf der Motorhaube eines ausgestellten Mini bequem gemacht, da hat mich auf einmal ein Rabe von der Seite angequatscht. “Runter von der Motorhaube, zack zack, kraaaaaah”, hat er geschnäbelt, “sonst wird der Beefeater zum Beareater!” Ich bin vielleicht erschrocken! Da habe ich gesehen, dass der Beefeater immer die Lippen bewegt hat, wenn der Rabe gesprochen hat. Und gegrinst hat er auch.
Und dann habe ich es auch kapiert – ein Bauchredner! Und ich habe mir schon fast in meine Hose gemacht vor Angst. Sauerei, so ein Bärenschreck, so ein frecher!

Da habe ich mich doch lieber aus dem Laden verkrümelt und bin hinter Herrchen und Frauchen die Riehtschent Street oder so ähnlich entlanggetapst. Da sollte es ein ganz tolles Kaufhaus geben, in dem vor allem die Milliobären von London einkaufen. Nein, nicht Bärrods – da gehen nur die hin, die wollen, dass man sieht, dass sie Geld haben, sagt Herrchen. Die wirklich Geld haben, kaufen bei Fortnum & Mason. Und die kaufen dann so eine Buddel voll Schampus. Prösterchen!

Ein paar Meter weiter war eine Feinkosttheke aus der es ganz fantastisch herausgeduftet hat. “Kenn ai help juh,” hat mich auf einmal eine Stimme von oben her gefragt. Ich hab hinaufgeschaut und da war sie – eine junge Verkäuferin mit weißem Kittel und weißer Mütze. “Naja,” habe ich gesagt, “ich würde gerne mal sehen, was do so fein duftet!” Susan Kitkat, so hieß die Verkäuferin, hat mich hochgehoben und mir die großen Holzkübel voller Oliven gezeigt. Die war sooo nett und hat mich auch noch ein bissl geknuddelt.

“Apropos Kitkat,” habe ich zu ihr gesagt, “wo gibt es denn hier die Süßigkeiten?” Susan hat gelacht und nach oben gedeutet. “Im Erdgeschoß”, hat sie gesagt und ich habe mich von ihr verabschiedet, bin die Treppe hinaufgetapst und war im Teddybären-Paradies. Pralinen, Schokoladen, Törtchen, Kuchen, Bonbons uuuuund…. ZUCKERSTANGEN!!! Die hättet ihr sehen sollen, ach was, ihr seht sie ja. Sind die nicht enorm?

Als letztes sind wir dann in die Londoner Filiale von “Build-a-Bear” gegangen. Ein Paradies für den Teddy von Welt. Kleidung, Sportartikel – was das Bärenherz begehrt, findet man hier. Und mein Herz ( und meine Augen natürlich auch ) haben nach einem Snowboard Ausschau gehalten. Ich habe es auch wirklich gefunden und es hat an meine Tatzen gepasst, wie angegossen. Da freue ich mich schon so richtig auf den Winter, der Schnee kann kommen.
Frauchen und Herrchen haben mir dann noch einen ganz schicken Pullunder gekauft – sozusagen für die halb-vornehmen Anlässe. Inzwischen habe ich ihn schon ein paarmal angehabt und alle fanden ihn gaaanz toll.

Sobald hier richtig Schnee liegt, werde ich das Snowboard ausprobieren und dann natürlich darüber berichten – versprochen.
Bis dahin… nein, bis zum vierten Teil der London-England-Geschichte
Liebe Grüße
Euer Spiky 





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