Halloohoo zusammen,
man merkt eindeutig, dass Herrchen Urlaub hat, denn an der Kompjuter-Tatzatur ist Platz für einen Teddy, der deshalb endlich mal wieder selbst eine Geschichte schreibseln kann. Aber zu allererst einmal will ich Euch allen
wünschen. Ich habe Weihnachten mit Herrchen und Frauchen gefeiert und es war soo toll, weshalb ich Euch kurz davon erzählen will. Ich hatte sogar Besuch vom Christkind. Getroffen habe ich es zwar nicht, aber meine Menschen haben Stein und Bein geschworen, dass es da war und meine Geschenke gebracht hat.
Begonnen hat es damit, dass ich plötzlich nicht mehr ins Wohnzimmer durfte, angeblich, weil da gerade das Christkind am werkeln wäre. Nur meine Zweibeiner sind ab und zu rein und raus gehuscht, aber ich musste auf der Treppe sitzen und mir mit einem Weihnachtsmann die Zeit vertreiben, der jedes Mal, wenn man ihm die Hand drückt, “Dschingl Bells Rock” geröhrt hat.

Im Wohnzimmer hat es die ganze Zeit geraschelt und gequietscht und gerumpelt, so dass es mir irgendwann zu bunt geworden ist, mir von dem Weihnachtsmann die Teddyohren volldröhnen zu lassen. Ich habe mir ein kleines Kistchen geschnappt und an die Türe geschoben, bin drauf geklettert und habe versucht, durch ein Loch in der Türe zu spitzeln. Aber dahinter hat alles nur geglitzert, so dass ich gar nix erkennen konnte.

Ich wollte gerade wieder von meinem Kistchen herunterklettern, als auf einmal, wie von Geisterhand bewegt, die Türe aufgegangen ist. Aus dem Wohnzimmer habe ich “Ihr Teddybärlein kommet, oh kommet doch all…” gehört und vor mir stand ein riesiger glitzernder, bunter Christbaum, an dem viele rote Kugeln, Plüschsterne, Plüschäpfel und Plüschteddys hingen. Und unter dem Baum…

… lagen jede Menge bunte Päckchen und an dreien war ein Zettelchen auf dem stand “für Spiky”. Da lag ein großes, rotes Paket, eine kleine, weiße Rolle und eine rieeeesige Tüte – und alles für mich. Ich habe mich gefreut wie ein… wie ein… wie ein kleiner Teddybär!

Das hier war die weiße Rolle, die habe ich als allererstes ausgepackt, weil ich mir gedacht habe, dass ich mich von klein zu groß vorarbeite. Zuerst wollte ich das Bändchen aufzuppeln, aber mit meinen Tatzen bin ich da nicht so recht reingekommen.

Aufreißen war da die einfachere und erfolgreichere Lösung. Ritschratsch und offen war das Päckchen und ich konnte mit der Tatze hineinfahren. Das war weich und kuscherlich, also fast so wie ich. Ich habe dann mal dran gezogen und genauer hingeguckt…

… was da aus dem Päckchen kam. Rot, grün, weiß – irgendwoher kannte ich das doch. Das war doch nicht etwa, am Ende vielleicht wirklich, nein, kann nicht sein, ich glaube es nicht – ein FCA-SCHAL! Juhuuuu! Augschburg, Augschburg!

Ich habe den Schal gleich angezogen und mich dem nächsten Päckchen gewidmet. Dieses Mal habe ich mich gar nicht mehr mit dem Bändchen aufgehalten sondern bin gleich mit der Ritschratsch-Technik vorgegangen. Unter dem roten Papier kamen ein paar Bretter zum Vorschein. Was kann das nur sein, eine Schatzkiste?

Ich habe weiter am Papier gerupft, aber es kamen nur noch mehr Bretter heraus. Und ich hatte immer noch keine Idee, was das sein konnte. Was also blieb mir anderes übrig als das ganze Papier aufzureißen?

Es war ganz schön anstrengend, aber als ich fertig war, das stand da vor mir ein nigelnagelneuer Schlitten. So richtig aus Holz und mit Schnur zum ziehen und Sitz zum Draufsitzen und Kufen zum Rutschen. Ein Schlitten in meiner Größe, ein absolut bäriges Geschenk hat sich das Christkind da ausgedacht.

Da muss ich doch gleich einmal probesitzen. Sehr bequem, muss ich sagen, wirklich sehr bequem. Und das Allerbeste daran, ich kann auf dem Schlitten noch Mitfahrer mitnehmen. Also zu dritt sollte das auf jeden Fall gehen, denke ich. Wer will mitfahren?

Ich bin dann mal weg, schauen, ob draußen Schnee liegt. “Jingle Bells, Jingle Bells, Schlittenfahrt im Schnee…”

Bis bald
Euer Spiky 





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2 Leser haben dieses Posting kommentiert.
How nice!!!! Hope you’ve had a wonderful Christmas
Kisses
Ach Spiky, Du hast es gut. Bei Dir scheint das Christkind ja tagsüber zu kommen – als ich klein war, musste ich immer warten, bis es dunkel wird und dann noch ein bisschen… aber das Christkind war immer pünktlich um 18 uhr da. Muss wohl nicht mit der Bahn gefahren sein… ;o)
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